Skoda Yeti Etape im Fahrbericht: Den gibts nur einmal - und nur in cool

Ein Yeti ist hierzulande ein ganz alltäglicher Anblick. Man sieht den kompakten Skoda-SUV eigentlich jeden Tag, im Gegensatz zu seinem Namenspatron ist er weit verbreitet. Als Pickup Skoda Yeti Etape macht er sich zwar genauso rar wie der Schneemensch aus dem Himalaya, doch immerhin können wir seine Existenz zu 100 Prozent bestätigen.
Skoda Yeti Etape ist alles, nur keine Bastelei
In glänzendem Weiß steht er vor uns, der Skoda Yeti Etape ohne Rückbank, dafür mit praktischer Ladefläche. Keine schnelle Bastelbuden-Adaption mit Flex, Schweißbrenner und anschließender Lackdusche, sondern ein professioneller Umbau des tschechischen Automobilzulieferers Benet Automotive. Der Umbau ist derart aufwendig, dass außer Scheinwerfern, Kühlergrill und Rückspiegeln kein Karosserieteil des ursprünglichen Skoda-Modells unangetastet blieb.


 

Erstaunlich, wie elegant das ursprünglich eher kubische Design des Skoda Yeti wirken kann. Dazu tragen natürlich auch die üppigen 20-Zoll-Räder und einige Anbauteile bei. Die breitere Spur beruht allerdings auf tatsächlich breiteren Achsen, nicht auf dem üblichen Tuning-Trick mit Distanzscheiben.
Beim Skoda Yeti Etape sollte die Akustik zu Optik passen
Als Basis für den Skoda Yeti Etape dient ein technisch weitgehend unveränderter Yeti 1.8 TSI 4x4, der in der Benet-Werkstatt seine Rückbank und einen Teil des Dachs zugunsten der Ladefläche opfern musste. Da es seinem 160 PS starken Benziner weder an Leistung noch an Durchzugskraft mangelt, spendierten die Techniker dem Etape lediglich einen Sportauspuff sowie ein Blow-off-Ventil für den Turbolader – der akustische Auftritt soll schließlich zur Optik passen.

Drei Monate dauerte der Aufbau des Skoda Yeti Etape, die Kosten des Einzelstücks behalten die Benet-Leute lieber für sich. Wer glaubt, dass Skoda die Rechnung für das Showcar bezahlt hat, irrt: Konzept, Entwurf und Umsetzung lagen komplett bei Benet Automotive. Das Unternehmen hatte zwar schon zuvor mit Skoda zusammengearbeitet, in diesem Fall aber nur einige wenige Komponenten wie Räder und Fahrwerksteile übernommen.
Normalerweise werden solche Studien nur als Blickfänger für eine Messe gebaut. Ein glanzvoller Auftritt im Rampenlicht, danach geht’s ab ins Werksmuseum. Nicht so beim voll fahrbereiten Skoda Yeti Etape, der über zwei Sitze verfügt und uns in Tschechien für einen Ausflug zur Verfügung steht.


 

Einmaliges Erlebnis im einmaligem Pickup
Die Sonne scheint, die kleine Landstraße bei Mladá Boleslav ist für den öffentlichen Verkehr gesperrt, und wir haben die Schlüssel. Einsteigen, in den Schalensitz schmiegen, den Vierpunkt-Gurt anlegen, und es kann losgehen. Der Tritt aufs Gaspedal lässt den Skoda Yeti Etape vehement losstürmen. Das Concept Car macht einen agileren Eindruck als der Serien-Yeti und fährt sich dabei trotz veränderter Gewichtsbalance genauso gutmütig – Sportfahrwerk und Breitreifen sei Dank. Die kurze Fahrt macht so viel Spaß, dass wir ihn am liebsten gleich mitnehmen würden. Denn sonst glaubt uns zu Hause doch keiner die Geschichte vom Yeti-Pickup ...

 

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